Ist Mac bald weg? Ex-Ministerpräsident auf dem Sprung nach Brüssel

Seit rund 80 Tagen ist David McAllister nicht mehr Ministerpräsident in Niedersachsen, sondern nur noch einfacher Abgeordneter im Landtag. Über seine berufliche Zukunft schweigt der 42-Jährige bislang, aber er hat ja nun viel Freizeit – und wie er die füllt, das feuert die Spekulationen an.
McAllister lernt seit einigen Wochen fleißig Französisch.

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Das Elend der Schlachtfabriken

Etwa 46 Schweine und 945 Hühner isst ein Deutscher im Laufe seines Lebens – so hat es jüngst der „Fleischatlas“ des Bundes für Umwelt und Naturschutz bekannt gemacht. Männer übrigens deutlich mehr als Frauen. Unter welchen Bedingungen Schnitzel und Rippchen hergestellt werden, ist jedoch weniger bekannt.

58 Millionen Schweine werden jährlich in Deutschland geschlachtet. Foto: dpa

Wer sich auf den einschlägigen Seiten im Internet informiert, verliert schnell den Appetit. Im Akkordbetrieb kommt es schnell zu Tierquälereien, auch an der Sauberkeit hapert es – dass darunter auch die Mitarbeiter leiden, kann man sich leicht ausmalen. Schlachtfabriken sind das, in denen Tieren und Menschen verheizt werden. Würde? Die wird dem Profit geopfert, den sich die Großen der Branche wie Tönnies und Vion einstecken.

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Mit Kind im Landtag – Grünen-Chefin erwartet ein Baby

Schwanger im Landtag: Die Landtagsabgeordnete und Grünen-Landesvorsitzende Julia Hamburg (26)

Mit ihrer Partei, den Grünen, kämpft Julia Willie Hamburg für mehr Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Demnächst wird dieser Kampf für die 26-jährige Landtagsabgeordnete aber deutlich konkreter und alltäglicher: Hamburg bekommt im August ihr zweites Kind, einen Jungen.

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Das Misstrauen bleibt

Es grenzt an ein Wunder. Nach Jahrzehnten der Tricksereien und undemokratischen Vorfestlegungen auf den Standort Gorleben haben sich Bund, Länder und fast alle Bundestagsparteien zu einem Neuanfang bei der Endlagersuche zusammengerauft.

GUT GELAUNT (von links): Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann, Bundesumweltminister Peter Altmaier und Niedersachsens Landeschef Stephan Weil verkünden den Endlagerkompromiss.

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Innenminister Pistorius lässt viele Fragen offen

Wer an exponierter Stelle arbeitet, der muss damit rechnen, dass er von jetzt auf gleich seinen Job los ist: Ein Fußballtrainer ohne Erfolg ist schnell arbeitslos, ein skandalumwitterter Politiker ebenso. Und erfolgreichen Menschen winkt natürlich gelegentlich ein tolles Jobangebot – und dann sind sie auch fort. In jedem Fall aber gibt es einen erkennbaren Grund für den Wechsel. Doch nach welchen Maßstäben Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius am Mittwoch die Spitzenpositionen der Polizei neu besetzt, bleibt leider unklar.

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Niedersachsens Minister der Tafelrunde tagen im Schloss

Fast 50 Tage sind die rot-grünen Minister im Amt – jeder sollte jetzt also wissen, wo in seinem Ministerium sein Büro, die Kantine und die politischen Baustellen sind. Um über eben jene Baustellen zu sprechen, trifft sich die Landesregierung am 4. und 5. April zu einer Klausur – im Schloss Etelsen in Langwedel bei Bremen.

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Verloren – und doch gewonnen

Stephan Weil, Peter Altmaier und Stefan Wenzel bei Vorstellung des Endlager-Kompromisses.

EINIGUNG: Niedersachsens Ministerpräsident Weil, Bundesumweltminister Altmaier und Landesumweltminister Wenzel finden einen Kompromiss bei der Suche nach einem atomaren Endlager. Foto: dapd

Stephan Weil hat hoch gepokert und – ja, was eigentlich? Verloren, weil Gorleben noch im Endlagertopf drin ist oder gewonnen, weil es nun wirklich ein offenes Suchverfahren gibt?

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Gorleben: Ein Prüfstein für Rot-Grün

 

Gorleben war für Grüne fast immer ein Bereich der klaren Grenzen, wo man ungestraft auch mal Tacheles reden durfte und die Welt klar in Wir und Die eingeteilt war. Das ist für Stefan Wenzel vorbei. Als niedersächsischer Umweltminister muss er auch hier vorsichtig werden. Gorleben ist keine Spielwiese mehr, sondern ein Minenfeld.

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Schattenseiten der Agenda

Die SPD hat sich entschieden, den Tag zu feiern. Die Verabschiedung der Agenda 2010 vor zehn Jahren, so Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier gestern beim Besuch von Altkanzler Gerhard Schröder in Berlin, sei der Anstoß gewesen, dass das Land „nach vorn gekommen ist“. Es sei die „entscheidende Weichenstellung“ gewesen, dass es Deutschland heute deutlich besser gehe als seinen Nachbarn. Aber ist für die heutige wirtschaftliche Robustheit wirklich die Agenda 2010 verantwortlich? Und vor allem: Profitieren die, die durch die Agenda 2010 damals Einschnitte hinnehmen mussten – Arbeitslose, Beschäftigte –, heute von den Reformen?

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Neue Töne in der Flüchtlingspolitik

So ein paar abgetauchte Flüchtlinge, das sei doch nicht so schlimm, es ginge ja nicht um tausende Abschiebungen pro Woche – solche Sätze hatte man von einem niedersächsischen Innenminister lange nicht gehört. Unter Uwe Schünemann war jede abgetauchte Person eine zu viel, kein Flüchtling sollte auf die Idee kommen, in Niedersachsen werde es für ihn gemütlich. Mit einer solchen Harten-Hund-Rhetorik will der neue Minister Boris Pistorius nichts mehr zu tun haben – neue Töne in Niedersachsens Flüchtlingspolitik.
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